WordPress Permalinks einstellen und ändern

Der Permalink ist die dauerhafte Adresse eines Inhalts. Welche Struktur Sie wählen, entscheiden Sie idealerweise einmal am Anfang. Diese Übersicht erklärt die Optionen, zeigt die Einstellung und sagt, worauf Sie beim nachträglichen Ändern achten müssen.

Was ist ein Permalink?

Ein Permalink ist die dauerhafte Adresse, unter der ein Beitrag oder eine Seite erreichbar bleibt. Der Name kommt von „permanent link“ und beschreibt genau die Erwartung: Wer diese Adresse speichert oder verlinkt, soll auch in fünf Jahren dort ankommen.

Eine WordPress-URL setzt sich aus mehreren Teilen zusammen:

https://ihre-domain.de/blog/mein-beitrag/
└─ Protokoll  └─ Domain      └─ Präfix └─ Slug

Die Domain ist gesetzt. Was davor und dahinter passiert, steuern Sie über die Permalink-Struktur. Der letzte Teil heißt Slug und benennt den einzelnen Inhalt. Wie Sie ihn sinnvoll wählen, steht unter WordPress Slug.

Ohne aktivierte Permalink-Struktur zeigt WordPress technische Adressen wie ?p=123. Lesbar ist das nicht, und für Besucher wie für Suchmaschinen sagt eine solche Adresse nichts über den Inhalt aus.

Die Permalink-Strukturen in WordPress

Unter Einstellungen > Permalinks stehen sechs Varianten zur Wahl. Fünf davon sind vorgefertigt, die sechste bauen Sie selbst zusammen.

Für die allermeisten Websites ist Beitragsname die richtige Wahl. Die Adresse bleibt kurz, sie beschreibt den Inhalt, und sie veraltet nicht. Datumsstrukturen lassen einen Beitrag nach kurzer Zeit alt aussehen, selbst wenn Sie ihn regelmäßig aktualisieren.

Struktur Ergebnis Geeignet für
Einfach /?p=123 nichts, nur der Ausgangszustand
Tag und Name /2026/08/03/beitrag/ Nachrichtenseiten mit Tagesbezug
Monat und Name /2026/08/beitrag/ Magazine mit Archivcharakter
Numerisch /archives/123 Sonderfälle ohne sprechende Titel
Beitragsname /beitrag/ der Standard für die meisten Seiten
Benutzerdefiniert frei zusammengesetzt Shops und große Portale mit eigener Logik

Eigene Struktur bauen

Die benutzerdefinierte Variante setzen Sie aus Platzhaltern zusammen. Die gebräuchlichsten sind %postname% für den Slug, %category% für die Kategorie, %year% und %monthnum% für das Datum sowie %post_id% für die interne Nummer.

Eine Struktur wie /%category%/%postname%/ bildet Ihre Themenordnung in der Adresse ab. Das wirkt aufgeräumt, hat aber einen Haken: Ändern Sie später die Kategorie eines Beitrags, ändert sich seine Adresse mit. Bei einer Website, deren Struktur noch wächst, ist das ein Risiko.

Permalinks einstellen

  1. Öffnen Sie im Backend Einstellungen > Permalinks.
  2. Wählen Sie die gewünschte Struktur aus, in der Regel Beitragsname.
  3. Optional passen Sie darunter die Basis für Kategorien und Schlagwörter an. Standard ist category und tag, viele setzen stattdessen deutsche Begriffe ein.
  4. Auf Änderungen speichern klicken.

Beim Speichern schreibt WordPress die passenden Regeln in die .htaccess im Stammverzeichnis. Ist die Datei nicht beschreibbar, zeigt WordPress die Regeln zum Kopieren an. Wie Sie die Datei sicher bearbeiten, steht in der Anleitung zur WordPress .htaccess.

Permalinks nachträglich ändern

Bei einer neuen Website ist die Umstellung harmlos. Bei einer Website, die seit Jahren läuft, ist sie ein Eingriff mit Folgen. Jede bestehende Adresse wird ungültig. Gespeicherte Lesezeichen, Links von anderen Websites und die Einträge im Suchindex zeigen ins Leere.

So gehen Sie vor

  1. Bestandsaufnahme: Exportieren Sie die aktuellen Adressen, etwa über die Sitemap oder die Search Console. Sie brauchen die Liste für den nächsten Schritt.
  2. Backup anlegen von Dateien und Datenbank.
  3. Struktur umstellen und speichern.
  4. Weiterleitungen einrichten: Jede alte Adresse braucht eine dauerhafte Weiterleitung auf ihre neue. Ein Redirect-Plugin nimmt Ihnen die Verwaltung ab, bei einheitlichen Mustern reicht eine Regel mit Platzhaltern.
  5. Prüfen: Rufen Sie einige alte Adressen auf. Sie sollten mit einer 301-Weiterleitung bei der neuen Seite landen, nicht auf einer Fehlerseite.

Rechnen Sie damit, dass die Sichtbarkeit für einige Wochen schwankt, bis Suchmaschinen die Weiterleitungen verarbeitet haben. Wenn die alte Struktur nicht wirklich stört, ist Nichtstun oft die bessere Entscheidung.

Stellen Sie die Struktur niemals ohne vorbereitete Weiterleitungen um. Ohne sie verlieren Sie mit einem Klick sämtliche Adressen, auf die von außen verlinkt wird.

Datum aus der URL entfernen

Wer mit „Tag und Name“ gestartet ist, will das Datum oft wieder los. Der Weg führt über dieselbe Einstellungsseite: Struktur auf Beitragsname umstellen, speichern, Weiterleitungen einrichten.

Weil sich hier ein klares Muster ergibt, lässt sich das mit einer einzigen Regel abbilden. Sie leitet alles nach dem Datumsteil auf dieselbe Adresse ohne Datum weiter. Ein Redirect-Plugin mit Unterstützung für reguläre Ausdrücke erledigt das in einem Eintrag.

Kategorie in der URL

Die Basis für Kategorie-Adressen steht standardmäßig auf category. Sie können sie auf der Permalink-Seite ändern, etwa auf thema. Ganz entfernen lässt sie sich mit Bordmitteln nicht, dafür braucht es eine Erweiterung.

Ob die Kategorie überhaupt in die Adresse gehört, hängt von der Website ab. Bei einer stabilen Themenordnung schafft sie Übersicht. Bei einer Ordnung, die sich noch verändert, erzeugt sie Umzugsarbeit.

Wenn Permalinks nicht funktionieren

Der häufigste Fall ist eine Website, auf der nur noch die Startseite lädt und alle Unterseiten einen 404-Fehler zeigen. Fast immer stimmt dann etwas mit den Rewrite-Regeln nicht.

  • Permalinks neu speichern: Öffnen Sie Einstellungen, Permalinks und klicken Sie auf Speichern, ohne etwas zu ändern. WordPress schreibt die Regeln damit neu. Das löst die Mehrzahl aller Fälle.
  • Schreibrechte prüfen: Kann WordPress die .htaccess nicht schreiben, zeigt es die Regeln zum Kopieren an. Übertragen Sie sie dann von Hand.
  • Server prüfen: Auf Apache braucht es das Modul mod_rewrite. Läuft die Seite auf Nginx, gibt es keine .htaccess, die Regeln stehen in der Serverkonfiguration.
  • Plugin-Konflikt ausschließen: Erweiterungen, die eigene Adressen erzeugen, können sich in die Quere kommen. Testweise deaktivieren und erneut speichern.

Bleibt das Problem, hilft ein Blick in die Fehlerprotokolle des Hostings. Dort steht meist, welche Regel scheitert.

Permalinks und Sichtbarkeit

Eine sprechende Adresse ist kein Ranking-Wunder, sie hilft aber an mehreren Stellen. Besucher erkennen in den Suchergebnissen, worum es geht. Beim Teilen in Messengern und sozialen Netzwerken transportiert die nackte Adresse bereits eine Aussage. Und wer einen Link im Text setzt, hat gleich einen sinnvollen Ankertext.

Wichtiger als die perfekte Struktur ist die Beständigkeit. Adressen, die sich alle paar Monate ändern, kosten mehr, als jede Optimierung einbringt. Legen Sie die Struktur einmal fest und lassen Sie sie stehen.

Die Adresse der Website selbst

Von der Permalink-Struktur zu unterscheiden ist die WordPress-Adresse insgesamt. Sie steht unter Einstellungen > Allgemein in den Feldern für die WordPress-Adresse und die Website-Adresse. Wer dort etwas ändert, etwa beim Wechsel auf HTTPS oder auf eine neue Domain, verschiebt die komplette Website. Auch dieser Schritt gehört mit Weiterleitungen abgesichert.

Häufige Fragen zu Permalinks

Für die meisten Websites die Einstellung Beitragsname. Die Adresse bleibt kurz, beschreibt den Inhalt und veraltet nicht. Datumsstrukturen sind nur dort sinnvoll, wo der Zeitpunkt Teil der Information ist, etwa bei tagesaktuellen Nachrichten.

Ja, aber jede bestehende Adresse wird dabei ungültig. Bereiten Sie Weiterleitungen für alle alten Adressen vor, bevor Sie umstellen. Bei einer eingeführten Website sollte die Umstellung einen konkreten Grund haben, nicht nur den Wunsch nach einer schöneren Struktur.

Meist fehlen die Rewrite-Regeln in der .htaccess. Öffnen Sie Einstellungen, Permalinks und klicken Sie auf Speichern, ohne etwas zu ändern. WordPress schreibt die Regeln dabei neu. Bleibt der Fehler, prüfen Sie die Schreibrechte der Datei.

Der Permalink ist die vollständige Adresse eines Inhalts. Der Slug ist nur der Teil davon, der den einzelnen Beitrag benennt. In der Adresse ihre-domain.de/mein-beitrag/ ist alles zusammen der Permalink und mein-beitrag der Slug.

Stellen Sie die Struktur unter Einstellungen, Permalinks auf Beitragsname um. Richten Sie danach Weiterleitungen ein, die alle Adressen mit Datumsteil auf ihre neue Adresse leiten. Weil das Muster einheitlich ist, genügt dafür meist eine einzige Regel.

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Der Slug

Der Teil der Adresse, der den einzelnen Inhalt benennt.

WordPress Slug erstellen und ändern

Serverebene

Wo die Rewrite-Regeln landen und wie Sie die Datei bearbeiten.

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Umstellung ohne Linkverluste

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