Der perfekte WordPress Slug
Der Slug ist der Teil der Adresse, der einen einzelnen Beitrag benennt. WordPress erzeugt ihn automatisch aus dem Titel, was selten die beste Lösung ist. Diese Anleitung zeigt, was einen guten Slug ausmacht und wie Sie ihn gefahrlos ändern.
Was ist ein Slug?
Der Slug ist der Namensteil einer WordPress-Adresse. In der URL ihre-domain.de/wordpress-slug/ ist wordpress-slug der Slug. Alles zusammen ergibt den Permalink, wie die Struktur davor aufgebaut ist, steht unter WordPress Permalinks einstellen.
WordPress erzeugt den Slug automatisch, sobald Sie einen Titel eingeben. Aus „Die 7 besten Tipps für Ihren ersten Blogbeitrag“ wird dann die-7-besten-tipps-fuer-ihren-ersten-blogbeitrag. Funktioniert, ist aber lang und trägt viel Ballast mit.
Der Begriff kommt aus dem Zeitungswesen. Dort war der Slug das Kurzwort, unter dem ein Artikel in der Redaktion lief, bevor er seine endgültige Überschrift bekam. Die Aufgabe ist dieselbe geblieben: ein knapper, eindeutiger Bezeichner.
Wo Sie den Slug bearbeiten
Beiträge und Seiten
Im Block-Editor öffnen Sie die Seitenleiste, wechseln auf den Reiter für den Beitrag und finden unter „Link“ das Feld für den URL-Slug. Im klassischen Editor steht direkt unter dem Titelfeld die Permalink-Zeile mit einer Schaltfläche Bearbeiten.
Solange ein Beitrag noch als Entwurf liegt, können Sie den Slug frei ändern. Sobald er veröffentlicht und verlinkt ist, gelten andere Regeln, dazu weiter unten mehr.
Kategorien und Schlagwörter
Auch Kategorien und Schlagwörter haben einen Slug. Sie finden das Feld unter Beiträge > Kategorien beziehungsweise Beiträge > Schlagwörter, jeweils in der Bearbeitungsmaske des einzelnen Eintrags.
Diese Slugs tauchen in den Archivadressen auf, etwa unter ihre-domain.de/category/technik/. Die Basis davor, im Beispiel category, stellen Sie zentral auf der Permalink-Seite ein.
Lassen Sie hier nicht die automatisch erzeugten Werte stehen, wenn Ihre Kategorienamen lang sind. Ein Archiv unter /kategorie/tipps-und-tricks-fuer-einsteiger/ liest sich schlechter als /kategorie/einsteiger/.
Was einen guten Slug ausmacht
Kurz
Drei bis fünf Wörter reichen. Streichen Sie Artikel, Füllwörter und alles, was nichts zur Aussage beiträgt.
Eindeutig
Wer nur die Adresse sieht, soll wissen, worum es geht. Das gilt für Besucher wie für Suchmaschinen.
Beständig
Ein einmal veröffentlichter Slug sollte bleiben. Jede Änderung macht bestehende Links ungültig.
Die Regeln im Einzelnen
- Kleinbuchstaben verwenden. Groß- und Kleinschreibung wird auf manchen Servern unterschiedlich behandelt, was zu zwei Adressen für denselben Inhalt führen kann.
- Wörter mit Bindestrich trennen. Suchmaschinen lesen den Bindestrich als Worttrenner, den Unterstrich nicht zuverlässig.
- Keine Umlaute und Sonderzeichen. WordPress wandelt sie in deutscher Installation zwar um, ä wird zu ae und ß zu ss, aber prüfen Sie das Ergebnis. Bei kopierten Titeln bleiben manchmal Zeichen stehen, die in Adressen nichts verloren haben.
- Das wichtigste Wort nach vorn. Adressen werden in Suchergebnissen und Messengern gekürzt, meist am Ende.
- Füllwörter streichen. „der“, „die“, „und“, „für“, „mit“ tragen nichts bei. Aus
die-besten-tipps-fuer-den-ersten-blogbeitragwirdtipps-erster-blogbeitrag. - Keine Zahlen, die veralten. Ein Slug mit einer Jahreszahl zwingt Sie jedes Jahr zur Entscheidung zwischen falscher Angabe und Adresswechsel.
Ein Beispiel: Der Titel „Die 7 besten Tipps für Ihren ersten Blogbeitrag im Jahr 2026“ ergibt automatisch einen Slug von über fünfzig Zeichen. Besser ist tipps-erster-blogbeitrag. Der Titel bleibt dabei unverändert, geändert wird nur die Adresse.
Slug ändern: was dabei passiert
Solange ein Beitrag ein Entwurf ist, kostet eine Änderung nichts. Nach der Veröffentlichung sieht es anders aus. Die alte Adresse existiert dann nicht mehr, und WordPress leitet von sich aus nicht weiter. Wer den alten Link anklickt, landet auf einer Fehlerseite.
So ändern Sie einen Slug gefahrlos
- Notieren Sie die alte Adresse, bevor Sie etwas anfassen.
- Ändern Sie den Slug im Editor und aktualisieren Sie den Beitrag.
- Richten Sie eine dauerhafte Weiterleitung ein von der alten auf die neue Adresse. Ein Redirect-Plugin übernimmt das, manche SEO-Erweiterungen bieten die Weiterleitung direkt beim Speichern an.
- Passen Sie interne Links an, die noch auf die alte Adresse zeigen. Über eine Weiterleitung zu laufen funktioniert, ist aber unsauber.
- Prüfen Sie die alte Adresse im Browser. Sie sollte per 301 bei der neuen Seite landen.
Bei einem Beitrag, der seit Jahren Besucher bringt, sollten Sie sich die Änderung gut überlegen. Ein etwas zu langer Slug richtet weniger Schaden an als eine Umstellung, die irgendwo eine Lücke lässt.
Umlaute und Sonderzeichen
WordPress bereitet den Slug automatisch auf. In einer deutschsprachigen Installation werden Umlaute sinnvoll umgeschrieben, aus ü wird ue und aus ß wird ss. Leerzeichen werden zu Bindestrichen, die meisten Sonderzeichen fallen weg.
Verlassen Sie sich trotzdem nicht blind darauf. Bei aus anderen Programmen kopierten Titeln tauchen gelegentlich typografische Anführungszeichen oder geschützte Leerzeichen auf, die im Slug hängen bleiben. Ein kurzer Blick auf das Ergebnis kostet zwei Sekunden.
Umlaute technisch in der Adresse zu belassen, ist möglich, bringt aber Ärger. Beim Kopieren werden sie in eine kryptische Zeichenfolge übersetzt, was jede geteilte Adresse unlesbar macht.
Wenn ein Slug schon vergeben ist
Slugs müssen innerhalb eines Inhaltstyps eindeutig sein. Legen Sie einen zweiten Beitrag mit demselben Titel an, hängt WordPress automatisch eine Zahl an, aus angebot wird angebot-2.
Das ist ein Hinweis, kein Fehler. Meist bedeutet es eines von zwei Dingen: Entweder existiert der Inhalt bereits und Sie sollten den vorhandenen Beitrag überarbeiten, statt einen zweiten anzulegen. Oder die beiden Inhalte unterscheiden sich tatsächlich, dann braucht der neue einen eigenen, sprechenden Slug.
Eine -2 in der Adresse sollten Sie nie stehen lassen. Sie sagt Besuchern nichts und deutet auf doppelte Inhalte hin.
Häufige Fehler
- Den automatischen Slug übernehmen: Bei langen Titeln entstehen Adressen mit zehn Wörtern. Kürzen Sie vor dem Veröffentlichen.
- Nach der Veröffentlichung ändern ohne Weiterleitung: Der häufigste und teuerste Fehler. Jeder bestehende Link läuft danach ins Leere.
- Den Titel mit dem Slug verwechseln: Beide sind unabhängig. Der Titel darf lang und einladend sein, der Slug soll knapp sein.
- Jahreszahlen einbauen: Spätestens im Januar ist der Beitrag scheinbar veraltet, obwohl der Inhalt aktuell ist.
- Kategorie-Slugs ignorieren: Sie tauchen in allen Archivadressen auf und werden trotzdem selten angefasst.
Häufige Fragen zum Slug
Der Teil der Adresse, der einen einzelnen Inhalt benennt. In ihre-domain.de/mein-beitrag/ ist mein-beitrag der Slug. WordPress erzeugt ihn automatisch aus dem Titel, Sie können ihn im Editor jederzeit anpassen.
Drei bis fünf Wörter sind ein guter Richtwert. Es gibt keine technische Grenze, aber lange Adressen werden in Suchergebnissen und beim Teilen abgeschnitten. Streichen Sie Artikel und Füllwörter, das Wichtigste gehört nach vorn.
Die alte Adresse existiert nicht mehr und WordPress leitet nicht automatisch weiter. Alle bestehenden Links laufen ins Leere. Richten Sie deshalb immer eine dauerhafte Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse ein.
Technisch ja, sinnvoll nein. Beim Kopieren und Teilen werden Umlaute in eine kryptische Zeichenfolge übersetzt, die Adresse wird unlesbar. WordPress schreibt sie in deutscher Installation ohnehin um, ü wird zu ue und ß zu ss.
Weil der Slug innerhalb desselben Inhaltstyps bereits vergeben ist. Prüfen Sie, ob der Inhalt schon existiert. Falls die beiden Beiträge sich wirklich unterscheiden, geben Sie dem neuen einen eigenen, sprechenden Slug statt die angehängte Zahl zu übernehmen.
Nein, beide sind unabhängig voneinander. Der Titel darf lang und einladend formuliert sein, der Slug soll knapp und eindeutig sein. Ein guter Slug greift die zwei bis drei tragenden Wörter des Titels auf und lässt den Rest weg.
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